Spenden für Südsudan

Spenden Sie für den Südsudan. Die Gesundheitsversorgung im jüngsten Staat Afrikas ist nahezu zusammengebrochen. Von 1000 Neugeborenen sterben 64,5 Babies. Der Südsudan hat damit die höchste Kindersterblichkeit der Welt. Viele Hilfsorganisationen haben sich ganz zurück gezogen und die Entwicklungshilfe weitgehend eingestellt. Wir sind überzeugt: Auch die nächste Generation hat eine Ausbildung verdient hat. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende jungen Medizinerinnen aus dem Südsudan ein Studium im Ausland zu ermöglichen.

Ist dem Südsudan überhaupt noch zu helfen? Können Spenden tatsächlich etwas bewirken, in einem vom Bürgerkrieg völlig zerstörten Land? Als der Südsudan im Jahr 2011 für seine Unabhängigkeit stimmte und sie nach Jahrzehnten des Bürgerkrieges auch bekam, war die Euphorie zuerst groß. Die ganze Welt schien bereit, dem Südsudan dabei zu helfen, einen neuen Staat aufzubauen. Ich selbst hatte seit den 1990er Jahren als Journalistin immer wieder über den Sudan und die Schrecken des Krieges berichtet. 1995 erschien bei der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ mein Bericht zum Völkermord an den Nuba. Die erste umfassende Dokumentation über die systematische Ausrottung einer ganzen Volksgruppe im Sudan. Das jahrzehntelange Morden von Schwarzafrikanern im Sudan durch eine arabisch-muslimische Machtelite in Khartoum war bis dahin von der Weltöffentlichkeit kaum beachtet worden.

Dann, nach Jahre langen zähen Verhandlungen, erhielt die Südsudanesen 2011 endlich die Möglichkeit, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Hilfsorganisationen aus der ganzen Welt strömten herbei, um beim Aufbau zu helfen. Ich selbst gründete auch mit meinem Kollegen Mirko Schwanitz und einigen südsudanesischen Freunden, einem Hautarzt und einer Psychologin, das Sozialunternehmen BIGENT, um in der Provinz Oberer Nil ein Krankenhaus aufzubauen. Gemeinsam entwickelten wir ein Modellprojekt, um die hohe Mutter-Kind Sterblichkeit in der Region zu senken. Dazu bildeten wir auch einige lokale Gesundheitshelferinnen aus, um grundlegende Kenntnisse über Hygiene, Gesundheitsvorsorge und die notwendige Betreuung von Müttern und Kindern bis ins letzte Dorf zu bringen.

Gewaltausbruch überrascht Hilfsorganisationen

Als unser Projekt gerade anfing, die ersten Erfolge zu zeigen, geschah das unfassbare. Aus den Streitigkeiten zwischen Staatspräsident Salva Kiir und Vizepräsident Riek Machar um Geld und Macht entbrannte erneut ein erbittert ausgetragener Bürgerkrieg entlang ethnischer Zugehörigkeiten. Staatspräsident Salva Kiir, eine Dinka, ließ im Dezember 2013 eine militärische Sondereinheit mit Angehörigen aus seiner Heimatregion die Hauptstadt Juba durchkämmen und systematisch alle Nuer ermorden. Dadurch wollte Kiir innerhalb von wenigen Tagen die Machtbasis von seinem Widersacher Riek Machar, einem Nuer, zerschlagen. Tatsächlich wurden in knapp einer Woche Tausende Nuer in der Hauptstadt ermordet. Damit war der Konflikt aber nicht beendet. Im ganzen Land setze eine Gewaltspirale ein, die innerhalb weniger Wochen alles zerstörte was in 10 Jahren Entwicklungsarbeit geleistet worden war.

Bis heute werden im Südsudan Menschen nur wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit ermordet. Das Militär wird von Dinka dominiert. Nachdem die Soldaten Monate lang keinen Sold mehr erhalten hatten, fingen sie an, die eigene Bevölkerung auszurauben, zu brandschatzen, zu vergewaltigen und zu morden. Inzwischen sind 2 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Vereinten Nationen befürchten eine Hungersnot, ausgelöst durch Krieg und Gewalt.

Entwicklungshilfe ist auch im Bürgerkrieg notwendig

Viele Hilfsorganisation haben sich inzwischen aus dem Südsudan zurückgezogen. Das hat die Krise noch weiter verschärft, weil viele Südsudanesinnen und Südsudanesen dadurch ihre Jobs verloren haben. Nur einige wenige versuchen noch Nothilfe und humanitäre Hilfe zu leisten. Und um die Eingangsfragen zu beantworten: Unserer Meinung nach reicht Nahrungsmittelhilfe alleine nicht aus, um die Krise zu bewältigen. Gerade jetzt ist es notwendig, die Zivilgesellschaft zu unterstützen.

In unserem Krankenhaus in Palouge, in der Provinz Oberer Nil, habe ich gesehen, wie sich die Ärztinnen und Ärzte, wie sich die Krankenpflegerinnen trotz schwierigster Bedingungen für ihre Patientinnen eingesetzt haben. Wir haben uns deshalb entschieden, die Ausbildung von jungen südsudanesischen Medizinerinnen und Medizinern zu fördern. Denn am Ende werden es Südsudanesinnen sein, die ihr Land nach dem Bürgerkrieg wieder aufbauen werden. Gute Bildung ist dafür die wichtigste Voraussetzung.

Spenden Sie für Ausbildungsstipendien

Lisa Tete will Gynäkologin und Geburtshelferin werden. Die junge Südsudanesin studiert im ersten Studienjahr an der Kenya Methodist University, einer christlichen Universität in Nairobi.

Spenden Sie für Stipendien

“Ich möchte später dazu beitragen, dass sich der Südsudan gut entwickelt”, sagt Lisa Tete mit einem Lächeln. Engagiert und fest entschlossen ihr Studium erfolgreich abzuschließen. Lisa Tetes Vater ist Pfarrer und einer der wichtigsten Friedensvermittler. Wie er will Lisa Tete hart arbeiten, um dem Südsudan wieder eine Zukunft zu geben.

Für Ihr Medizinstudium braucht Lisa Tete 4500 US Dollar pro Jahr für Studiengebühren und 1200 US Dollar für die Unterkunft an der Universität in Nairobi. Für 6 Jahre Medizinstudium sind das zusammen 34.200 $

Entwicklungshilfe für den Südsudan

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Ihre Spende ist von der Steuer absetzbar. BIGENT ist ein gemeinnütziges Sozialunternehmen und sendet Ihnen umgehend eine Spendenquittung. Sie können direkt auf unser Spendenkonto einzahlen oder über Paypal und Kreditkarte bezahlen.

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